Rheinschwimmen von Linz nach Bad Honnef
Die beiden Triathleten Claudia Schwarz und Andreas Broschinski aus Weener starteten am Samstag,
den 27. Juni 2026 beim diesjährigen Rheinschwimmen von Linz nach Bad Honnef.
Beide Sportler nahmen die lange Anfahrt in Kauf, um gemeinsam mit weit über 400 Teilnehmern
die elf Kilometer im Rhein zu schwimmen. Die DLRG-Ortsgruppe organisierte diese
Traditionsveranstaltung seit mehreren Jahrzehnten und musste in der Vergangenheit den
Ablauf aufgrund gestiegener Auflagen ändern, sodass die Austragung schon mehrfach auf der Kippe stand.
Erster Anlaufpunkt und Veranstaltungsort war das Freibad Bad-Honnef, das mit einer großen Anzahl
an Verpflegungspunkten, Zelten und Bühnen die Gäste überraschte. Nach der verpflichtenden
Sicherheitseinweisung der Schwimmer wurden alle bei 38 Grad Lufttemperatur mit Bussen
nach Linz gefahren, um dort über den Kiesstrand in Neoprenanzügen und Flossen in den Rhein zu steigen.
Kurz nach 14 Uhr konnten die Schwimmer dann im 29 Grad warmen Rhein schwimmen und wurden
von Dutzenden Helfern in 22 Bote, darunter auch Wasserschutzpolizei, DLRG und unzählige Kanus begleiteten,
die den Schwimmern gelegentlich Anweisungen gaben. Das Rheinschwimmen galt immer
als Spaßveranstaltung und so war es nicht verwunderlich, dass in der Hochburg des Karnevals
wieder viel Kostüme und Gummischwimmtiere zu sehen waren. Durch den normale Flussverkehr
mit Ausflugbooten und Lastkähnen schwabbten immer wieder riesige Wellen über die Wasserfläche
und ließen die Schwimmer auf und ab schaukeln. Verwundert stellten alle die vielen Untiefen
bis weit in die Flussmitte fest, da der Pegel durch Trockenheit bereits abgesunken war.
Die Wasserqualität war hervorragend, denn das Wasser war mit Sichtweiten
über einem Meter erstaunlich klar und schmeckte und roch dazu auch noch neutral.
Auf den elf Kilometern flussabwärts erblickten die Schwimmer Weinberge, die ehemalige Brücke Remagen,
Schlösser und Burgen bis sie schließlich am schönen Kurort Unkel vorbeischwammen.
Dann waren es nur noch einige Minuten und der Ausstiegspunkt in der Nähe der
NATO-Rampe Bad Honnef war erreicht. Glücklich und etwas erschöpft sprangen viele Teilnehmer
im Freibad erneut in das warme Nass und ließen bei Live-Musik den Abend ausklingen.
Bericht: Andreas Broschinski