Untertage Kristallmarathon
Daniela Jungenkrüger und Lars Plumeyer (Emjak)

Untertage Kristallmarathon

500 Meter unter der Erde

Das Kali-Besucherbergwerk Merkers im westthüringischen Wartburgkreis hat dem Gast einiges zu bieten.
In einer Tiefe von 500 Meter kann man den größten Untertagebagger der Welt bestaunen, die Salzgrotte und Goldkammer besichtigen,
geführte Mountainbiketouren unternehmen oder gelegentlich internationalen Stars in der großen Konzerthalle lauschen.

Doch einmal im Jahr wird das Bergwerk vom Triathlonclub Barchfeld für den Kristallmarathon genutzt, der am vergangenen Sonntag,
den 25.02.2024 unter der Erdoberfläche stattfand. 
Die insgesamt 650 Teilnehmer konnten zwischen den Streckenlängen 10 Kilometer, Halbmarathon und Marathon wählen.

Lara Jakobs, Daniela Jungenkrüger vom Verein MTV Aurich/ Emjak, Lars Plumeyer vom Verein Emjak
und Andreas Broschinski von der Emder Laufgemeinschaft nahmen die beschwerliche Anreise auf sich,
um an dieser weltweit einzigartigen Veranstaltung teilzunehmen.

Zunächst wurden sie ab 8.30 Uhr mit dem Fahrstuhl, im Fachjargon der Bergleute auch Fahrkunst genannt,
innerhalb von anderthalb Minuten auf die Sohle in 500 Metern Tiefe gebracht. Nach dem Passieren einer Schleuse standen mehrere LKWs bereit,
um die Sportler in einer viertelstündigen Fahrt zum Startpunkt in der großen Konzerthalle zu bringen.

Kurz vor dem Start der 10-Kilometer-Läufer wurde die Halle mit Disconebel geflutet und der Bass wummerte aus den riesigen Boxen.
Der Veranstalter zündete dann eine gigantische Lasershow, die den 250 Meter langen, 17 Meter hohen und 22 Meter breiten Veranstaltungsraum ausfüllten.

Kaum war das berühmte Steigerlied verklungen, wurde der erste Lauf gestartet. Mit einer Stunde Verzögerung folgten dann die Halbmarathon- und Marathonläufer,
um den 3,3 Kilometer messenden Rundkurs zu absolvieren.

Die Strecke war nur spärlich beleuchtet, sodass alle Teilnehmer Helm und Beleuchtung tragen mussten.
Größte Herausforderung waren die zehn kleinen Hügel des Rundkurses, die mit Steigungen und Gefällen von bis zu 20 Prozent den Athleten zusetzten.
So kamen die Athleten entsprechend ihrer Streckenlänge auf bis zu 750 Höhenmeter bei der Marathondistanz.

Um sich auf diese Strapazen vorzubereiten, legten die Ostfriesen in den vergangenen Wochen mehrere hundert Kilometer Laufstrecke zurück und trainierten
bis zu 10.000 Höhenmeter auf Laufbändern, dem Emder Wall oder dem Friesenhügel.

Eine weitere Herausforderung waren die unebenen Salzplatten, auf denen gelaufen wurde, denn Asphalt und Beton gab es dort unten nicht.
Die Belüftung, bergmännisch auch Wetter genannt, war hervorragend und die durch die Erdwärme auf bis zu 25 Grad erwärmte Luft fast schon zu warm.

Auch Zuschauer waren zu diesem Event zugelassen, die den Läufern in der großen Veranstaltungshalle bei jeder Runde kräftig anfeuerten.
Die kleine ostfriesische Gruppe war froh, als sie am späten Nachmittag aus dem Bergwerk ausfahren konnte und
endlich das Sonnenlicht wieder sahen.

Die Ergebnisse im Detail
Lara Jakobs, 10 Kilometer, 165 HM, 1:02:31, 1. Platz AK30
D
aniela Jungenkrüger, MTV Aurich/ Emjak, Halbmarathon, 385 HM, 2:42:48, 12. Platz AK45
Lars Plumeyer, Emjak, Halbmarathon, 2:06:57, 385 HM, 5. Platz AK50
Andreas Broschinski, Emder LG, Marathon, 750 HM, 4:24:30, 9. Platz AK50

Bericht: Andreas Broschinski

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